Wenn Studenten Kinder kriegen

In News by Harm van Maanen

Die Büros sind bezogen, die offizielle Eröffnung steht kurz bevor und es ist an der Zeit für ein erstes Zwischenfazit. Vielleicht das allerwichtigste zuerst: Macht es Spaß? JA, UND WIE!

Zunächst deshalb, weil Jürgen und ich eine Art zeitreise gemacht haben. Zurück zur Studentenzeit, denn nachdem wir unsere Räumlichkeiten an der Mohrenstraße 34 gefunden und vertraglich in trockenen Tüchern hatten, wurden wir konfrontiert mit einer schieren Flut von Dingen, die wir bis vor wenigen Monaten allesamt delegiert hätten. Visitenkarten drucken, Telefonanschluss buchen, WLAN einrichten, und unter anderem auch Möbel kaufen. Wir haben uns für „Möbel mit Berufserfahrung“ entschieden. Der Architekt in mir wollte Klassiker, der Finanzer in Jürgen wollte geringe Investitionen und beide wollten wir Gesundheitsexperten gute Stühle und ausreichend hohe Schreibtische. Die Folge: unsere Möbel kommen wie unsere ersten Kunden aus ganz Deutschland, sind aber im Gegensatz zu unseren Kunden nicht neu sondern gebraucht  – Marken sind beide.

Es hat ein paar Wochen gedauert bis alles zusammen war, und der aus Belgien stammende Besprechungstisch hat sogar unseren Mitgesellschafter Oliver und einige von uns betreute Gründer besonders gefordert, denn der Tisch passte mit 1.00 x 3.00 Meter weder in den Aufzug, noch durchs Treppenhaus. Die gefunden Lösung bleibt mit Rücksicht auf unserem noch jungen Mietvertrag geheim, benötigte aber knapp 50 Meter Seil.

Es macht aber auch deshalb so viel Spaß, weil noch bevor die Möbel standen, die ersten Gründerteams unterschiedlichster Start-Ups im Gesundheitswesen sich meldeten. „Man habe gehört, dass …“

Schneller als das Klingelschild montiert war

Ich mag diesen Satz ja nicht so gern, denn nur zu oft fingen und fangen mit dieser Einleitung die absurdesten Gerüchte an. Wir mussten uns eines Besseren belehren lassen, denn irgendwie scheinen sich die BrückenKöpfe in der Gründerszene schneller herumgesprochen zu haben, wie wir brauchten, um ein Klingelschild zu bestellen.

Die BrückenKöpfe machen so einen enormen Spaß, denn wir dürfen fast täglich, manchmal mehrmals täglich, junge Menschen kennenlernen, die zunächst etwas haben, was man oft in der Wirtschaft 1.0 vergeblich sucht: Den Mut etwas Neues zu probieren! Und zwar so schnell wie möglich, ohne relevante Absicherungen, einfach deshalb, weil man an sich selbst glaubt!
Innerhalb von vier Monaten haben wir uns knapp 60 Teams und Ideen angeschaut, haben davon schon sechs in unsere Obhut genommen und haben wahnsinnig tolle Ideen gesehen, von denen wir einige nun als BrückenKöpfe betreuen dürfen. Da sind unsere Schweizer von DocCoach, ein erfahrenes Team, welches ein asynchrones Beratungs- und Coaching-Konzept für Ärzte und Apotheker entwickelt. Da ist das Team der Retrobrain Hamburg, unser „IQ-Zirkel“, welcher sich um die Gamifizierung von Therapieübungen im Altenheim kümmert. Oder Mimi, die den Hörtest zu einem Lifestyle-Ereignis mit Suchtfaktor gemacht haben.

Die BrückenKöpfe sind in wenigen Wochen von einer Firma zu einer Familie geworden. Die Kinder der BrückenKöpfe sind ein wahres Vergnügen und wir sind stolz auf euch.

JA, ES MACHT SPASS, UND WIE!